21. Januar 1925

Der Tag beginnt geschäftig. Um Punkt 09.00 Uhr stehen William und Cecile von der Kanzlei Dunstan Whittleby & Grey. Dort werden sie schnell von einem etwa 40 jährigen schlanken Mann begrüßt der sich als Bradley Grey herausstellt. Schnell werden die geschäftlichen Absichten von William abgecheckt und ein Termin mit Miss Carlyle am 22. Januar um 10.00 Uhr in ihrem Anwesen vereinbart.
Auf dem Rückweg zum Safe House fallen Cecile und William sehr viele Feuerwehren auf, die mit Blaulicht durch die Stadt fahren. Ceciles Berufsneugier ist geweckt, der kleine Umweg des Taxis führt die Beiden zum Ju-Ju Haus, oder besser gesagt, was davon übrig blieb. Um das flammende Inferno schwärmen Feuerwehrleute und Polizisten. Letztere bewegen Cecile und William zu einer beschleunigten Rückfahrt zum Safe House.

Artjom erwacht. Was sind das für Gerüche in seiner Nase? Schweiß. Alkohol. Abgestandene Luft. Schmerzen in der Schulter und am Oberschenkel. Die Arme brennen. Geräusche dringen an sein Ohr. Feuerwehr, Polizei, Einsatzkräfte.
Als er die Augen öffnet, stellt er fest, in einem Berg aus Lumpen zu liegen. Neben sich liegt der Obdachlose, der für ihn am Vorabend gehörig Radau gemacht hatte. Die Sonne steht schon hoch am Himmel. Ein kurzer Blick an sich herab. Blut auf Kleidung, blutverkrustete Hände, Kratzspuren am Unterarm, Stichwunde im Bein. Aber was viel schlimmer wiegt: Keine Spur von seinen Waffen und seinem Mantel. Wo ist Ruby? WO IST RUBY? Panik! Was ist nur passiert?
Aus der Ferne beobachtet Artjom das flammende Inferno. Die Flammen schießen hoch und extrem heiß aus den Ruinen des Ju-Ju Hauses, die Einsatzkräfte haben sichtlich Probleme, die Flammen einzudämmen. Sein nächster Weg führt zum Safe House. Den dort sitzenden Tommy beauftragt er bei den Ruinen des Ju-Ju Hauses nach Ruby Ausschau zu halten.

Ruby kommt zu sich. Kirchenglocken im Ohr. Schmerzen in der Seite. Sie spürt, wie sie jemand zudeckt. Ruby reißt die Augen auf und blickt in das Gesicht von Nonne Cathlyn. Sie ist in der St. James Kirche. Cathlyn fand sie früh in der Kirche, wimmernd, bibbernd, wirres Zeug brabbelnd. Warum hat Ruby Artjoms Mantel an? Wo ist Artjom? WAS IST PASSIERT?

Victoria und Hans treffen im Safe House ein. Gemeinsam lauschen sie alle Artjoms unglaublichen Ausführungen. Von ihrem Einbruch ins Pfandhaus. Von der Masse der vielen Menschen die unmöglich ins Ju-Ju Haus passen können. Von ihrem Einbruch in dieses Haus. Wie sie Silas N´kwane überwältigten, was im Keller zu sehen war. Von den Kreaturen. Dann – der Blackout. Keine Erinnerung was dann geschah.

Es klopft an der Tür. Das vereinbarte Klopfzeichen. Vor der Tür – Ruby! Große Freude durchströmt die Investigatoren. Auch sie hat keine Ahnung, was in diesem Keller passierte. Aber die Beweise in Artjoms Mantel sind noch da. Unter den Beweisen befindet sich ein Telegramm der Penhew Foundation. Dieses warnt vor William und davor, dass er wegen Elias ermittelt.


Nachdem die Beweise vervielfältigt wurden, sollen Kopien dieser an den Anwalt Ramsey, an Ltd. Pool und an die Reporterin Shosenburg gehen.

Nach einer kleinen Einkaufstour, William kaufte einen schönen Füller für Miss Carlyle, lassen sich die Investigatoren leckeres Essen schmecken. William und Cecile bringen von ihrer Einkaufstour Burger und Hot Dogs mit. Beim Essen wird beschlossen, dass die Gruppe immer früh und abends im Safe House zusammen zukommen um alle Ermittlungen zu besprechen.

Bevor Cecile und Ruby zum Treffen mit der Millie Adams fahren, fragen sie in der St. James Kirche, ob es einen Beauftragten für Sekten in der Kirche gibt. Der Pfarrer verneint und verweist auf die Polizei.

Kurz darauf im Lafayette-Theater. Ruby und Cecile werden durch verschiedene Räume und Gänge geführt und treffen sich kurz darauf mit Rebecca Shosenburg und Millie Adams. Milli wird nach den Anklagepunkten gefragt, die ihren Mann nach Sing Sing brachten. Als immer mehr Menschen in der Nachbarschaft verschwanden, wandte sich Hilton Adams an seine Kameraden aus dem großen Krieg. Aber alle die beim Untersuchen halfen, bekamen Druck durch die Polizei und ihre Arbeitgeber. Hilton sah Verbindungen zu einem Kult aus Afrika. Beweise sammelte er in einem Tagebuch, auch ein Stück Stoff, dass er einem Angreifer abriss. Leider wurde das Tagebuch beschlagnahmt.
Shosenburg lehnt die Beweise für Cpt. Robsons Korruption mit der Begründung ab, noch leben zu wollen. Aber sie verweist auf Freunde von Hilton, die in Teddys Salon anzutreffen seien. Sie berichten auch von den einmal monatlich stattfindenden Treffen vieler Leute im Ju-Ju Haus.

Ltd. Pool trifft im Safe House ein. Artjom übergibt die Beweise für Robsons Korruption. Sie besprechen, dass eine Erpressung Robsons weniger Zielführend sei als ein eventueller Deal mit der Staatsanwaltschaft. Pool fragt, wie Artjom an die Beweise gelangt ist. Sein skeptischer Gesichtsausdruck lindert sich nicht, als er erfährt, dass die Beweise kurz vor dem Brand im Ju-Ju Haus erlangt wurden, lässt es aber dabei bewenden. Er willigt ein, sich nach M´Dari zu erkundigen.

Im Hotel Chelsea trudelt eine Nachricht von Cpt. John Redwood ein, dass Hans als Brandexperte zu der Untersuchung der New Yorker Feuerwehr des Brandes im Ju-Ju Haus hinzugezogen werden solle.

22. Januar 1925

Als Victoria und Hans zum Frühstück im Hotel zusammenfinden wartet bereits ein Gast auf die Beiden. Im Restaurant sitzt ein großer, schwarzer Mann mit Glatze. Er stellt sich als Mukunga M´Dari vor. Er sagt, dass Freunde der Beiden etwas getan haben, was ihm nicht gefällt. Daher hat er etwas getan, was diesen nicht gefallen wird. Wenn nicht zwei Unschuldige sterben sollen, sollten sich die Investigatoren am 24. Januar um 23.00 Uhr im Lagerhaus am Hudson River einfinden. Sollten sie nicht kommen würden Willa Sligh und Millie Adams dafür büßen.
Er verabschiedet sich freundlich und geht.
Auf dem Weg zum Taxi bemerken Hans und Victoria, dass sie beobachtet werden. Der Weg zum Safe House beginnt deshalb mit einem Umweg.

Im Safe House entbrennt ein Streit über das weitere Vorgehen. Soll die Polizei eingeschaltet werden oder nicht? Die Investigatoren können sich darauf einigen, dass wenigstens Ramsey Bescheid wissen muss.
Hans soll bei seiner Expertise im Ju-Ju Haus folgendes herausfinden:

  • Liegt noch Schutt auf der Falltür?
  • Ist diese Tür ggf. offen?
  • Was ist unter der Abdeckplatte des „Brunnens“?

Beim Anwalt Ramsey erwartet sie eisige Stimmung. Ramsey reagiert erwartungsgemäß nicht sehr freudig auf die Nachricht der Entführung seiner Nichte Willa. Nachdem er die Dokumente über Robsons Korruption entgegen nimmt, besteht er darauf, die Polizei einzuschalten, obwohl die Gruppe weniger Vertrauen in diese Institution hat.

William und Cecile kommen beim Carlyle Anwesen an. Ein gewaltiger Zaun, Sicherheitskräfte die bewaffnet patrouillieren und Hunde mitführen. Miss Carlyle scheint großen Wert auf Sicherheit zu legen. Mr Grey erwartet die Beiden bereits und führt sie in ein Arbeitszimmer. Es folgen für Cecile anstrengende Stunden, die gefüllt sind mit Geschäftsverhandlungen von Hershfield Ammunition und der Carlyle Rüstungsfirma.
Nach dem erfolgreichen Abstecken der Anliegen und einer Kooperationsvereinbarung spricht William Miss Carlyle auf die Expedition ihres Bruders ab. Ihr Gesichtsausdruck verfinstert sich und sie beginnt widerwillig zu erzählen.

Ihr Bruder habe die einst florierende Firma zugrunde gewirtschaftet. Erst durch ihre Intervention läuft die Firma wieder. Sie berichtet davon, dass die Negerin Bunnay Roger verrückte Ideen ins Ohr setzte. Angeblich sei sie eine königliche Priesterin. Danach plagten Roger seltsame Träume, die trotz ärztlichem Rat immer schlimmer wurden. Erika fuhr später nach Afrika um sich einen groben Eindruck über alles zu verschaffen.
Auf die Sicherheitskräfte angesprochen, berichtet Erika Carlyle von einem kürzlichem Einbruch in ihre Bibliothek. In dieser verbrachte Roger viel Zeit. Die Drei begeben sich direkt dorthin.
Miss Carlyle berichtet vom Buch Pnaukotic Manuscripts. Diese sei aber furchtbar gewesen und sie las es nicht zu Ende.

Miss Carlyle führt die Beiden durch eine beeindruckende Sammlung französischer und englischer Werke. Eines der Bücher fällt jedoch auf. Poes gesammelte Werke? Schnell wird klar, warum dieses Buch nicht zu seinen Nachbarn passt. Ein Zug an diesem Buch aktiviert einen versteckten Mechanismus der einen Safe offenlegt.
Hinter der Safewand kommen vier Bücher zum Vorschein, die sich scheinbar von der üblichen Literatur unterscheiden:

  1. The Pnaukotic Manuscripts
  2. Sélections de Livre D’Ivon
  3. Life As A God – Bruderschaft des schwarzen Pharaos
  4. Amongst the Stones – Ein Buch mit verschiedenen Beschwörungsformeln

Da die Bücher unmöglich in der Kürze der zeit gelesen werden können, vereinbaren Cecile und William mit Miss Carlyle, dass sie wiederkommen dürfen um die Bücher zu studieren.

Eine Zugstrecke führt Victoria und Hans direkt ins Sing Sing Gefängnis. Das Schreiben von Ltd. Pool öffnet den beiden die Pforten in die Justizvollzugsanstalt und in den Todestrakt. Mr Brunton, der Aufseher gewährt den beiden eine halbe Stunde um mit Hilton Adams zu sprechen. Natürlich mit einigem Abstand Entfernung und dem Wärter in der Nähe.
Die Zelle in der Hilton seine letzten Stunden verbringt ist erbärmlich: klein, kalt, ohne Fenster, nur ein Bett. Dennoch lächelt Adams den Gästen milde entgegen.
Scheinbar machen Victoria und Hans einen vertrauenswürdigen Eindruck oder die Einsamkeit lockert Hiltons Stimme, jedenfalls beginnt er sofort zu sprechen. Er erzählt von den vielen verschwundenen Leuten, als er 1919 aus dem großen Krieg zurück kommt. Und von der Regelmäßigkeit des Verschwindens. Jeden Monat zum Neumond. Dennoch schienen die Morde keinem festen Rhythmus zu folgen, sie schienen eher die Reaktion auf etwas zu sein. Als Adams von der Polizei aufgegriffen wurde, hatte er gar keine Waffe dabei, die bei den Morden benutzt wurde. Statt eines Messers trug er eine Pistole bei sich. Er berichtet, die Polizei hätte die Mordwaffe mit Blutbeschmiert und aus seiner Wohnung entwendet, um den Mord auf ihn zu lenken. Kurz bevor die Beamten ihn abholten, fiel Adams auf, dass alle Morde in einem Umkreis von nur zwei Blocks geschahen (zwischen der West 137. Street Lennox Ave und dem Hudson River). Nur der Mord, für den er verantwortlich gemacht wurde geschah woanders. Adams kommt auch auf Dr. Mordecai Lemming zu sprechen, der die Polizei beriet, von einem Kult der blutigen Zunge sprach. Und dass das Ju-Ju Haus eine Verbindung nach Afrika und zu den Morden hätte. Im Zuge der Recherchen die Adams anstellte, tauchte der Name Mukunga M´Dari auf. Keiner schien diesen Mann zu kennen, aber jeder riet davon ab diesen zu verfolgen. Hilton ist sich sicher, dass er für die Morde verantwortlich ist. Er nennt noch die Adresse eines Cafés in der 139 Straße, wo das Fat Maybelles steht, eine Flüsterkneipe. Danach endet das Gespräch, als die Wache verkündet, dass die halbe Stunde zu Ende ist und Victoria und Hans nach draußen begleitet.

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