23.01.1925
Die Investigatoren kommen im Safe House zusammen. Die Vorstellungen über das Richtige Vorgehen am Abend liegen weit auseinander. Ein gemeinsamer Plan kommt nicht zustande. Eher kleine Teile, die zu einem ganzen hinführen werden. Cecile und William sind zur Benefizgala von Erica Carlyle eingeladen, dafür muss angemessene Kleidung besorgt werden. Außerdem muss der Anwalt von Miss Carlyle, Grey, informiert werden, dass die Beiden später zum Buch lesen kommen.
Tommy soll die Lagerhalle auskundschaften, in der die Geiseln mutmaßlich gefangen gehalten werden. Kurz vor dem Treffen, gegen 22.00 Uhr sollen sich die Gruppe und Tommy treffen um neueste Infos auszutauschen und einen finalen Plan zu ersinnen.
Frisch gestylt und in feine Abendrobe gekleidet, machen sich William und Cecile auf zum Anwesen von Miss Carlyle. Mit dem Taxi wird vereinbart, dass die beiden viertel zehn wieder eingesammelt werden.
Der Rest der Gruppe versucht die Schlagkraft zu erhöhen und ein paar neue Waffen zu besorgen. Artjoms Straßenkenntnisse sind hier sehr hilfreich. In einer dunklen Gasse treffen sie den lokalen Waffenhändler des Vertrauens. Einhundert Dollar und Messer, Schlagringe, „Damenpistolen“, Pistolen und Dynamit wechseln den Besitzer.
Zusammen mit Artjom macht sich Jonathan auf den Weg zum Lagerhaus um Waffen auszulegen und die Lage auszukundschaften. Währenddessen beginnt Hans Donblinski-Cocktails für die Gruppe zu bauen.
Als Obdachloser präpariert, beginnt Artjom die Lage zu sondieren. Er sieht Tommy immer wieder in der Nähe des Lagerhauses auftauchen. Ob es einen Weg auf das Gelände gibt? Während Artjom einen Weg über das Nachbargrundstück sucht, versucht Jonathan sich vom Hausdach nebenan einen Überblick zu verschaffen.
Auf dem Gelände ist reges Treiben. Immer wieder kommen Leute an. Es müssen mindestens acht weitere Menschen sein, die sich da auf dem Grundstück einfinden.
Um vorbereitet zu sein, legt Artjom Dynamit und eine Pistole aus. Man kann nie wissen… Nach einer knappen Situation, in der Artjom fast in die Aufmerksamkeit der Wachen gerät, sammelt er die Waffen lieber wieder ein.
Die Gegend wird weiter sondiert. Vom Nachbargrundstück aus kann Artjom sich an das Lagerhaus anschleichen. Leider patrouillieren auf dem gesamten Gelände Wachen. Hier kann kein Hinterhalt erfolgen.
Jonathan beobachtet vom Dach wie ein weiterer LKW mindestens fünfzehn Leute ablädt. Langsam ist das hier eine kleine Armee.
Mit Einbruch der Nacht beenden die Beiden ihre Beobachtungen mit einem flauen Gefühl im Magen.
Viele Kilometer den Hudson hinauf gestehen Cecile und William Miss Carlyle und ihrem Anwalt, in welch übler Situation sie und die Geiseln stecken. William bietet zu Ceciles Entsetzen an, notfalls auf der Gala zu bleiben. Die Offenheit gegenüber Miss Carlyle zahlt sich aus. Die gibt ihren Segen zu dem zeitigeren Verlassen der Gala.
Nach einigen Stunden in der Welt der oberen Zehntausend, mit vielen neuen Kontakten, leckeren Häppchen, ein paar Drinks und einer Spende über 300$ verlassen William und Cecile die vielleicht letzte Feier ihres Lebens und fahren in das Industrieviertel zum Rest der Gruppe.
Fünf Blocks vom Lagerhaus entfernt trifft sich die Gruppe mit Tommy. Dieser berichtet von sehr vielen Leuten, die ins Lagerhaus gekommen sind. Wie viele genau, konnte er nicht zählen, aber mehrere Hände voll. Es kamen nicht mal Waren, nur sehr viele Menschen die in einer seltsamen Sprache reden.
Wir vereinbaren mit Tommy ein Codewort. Wenn Tommy „Für König Edward“ hört, soll er einen Stein durch das Fenster der Lagerhalle werfen und die Polizei rufen.
Artjom ist dies nicht genug. Ohne die anderen ins Boot zu holen, vereinbart er, dass Tommy nach einer halben Stunde eine Dynamitstange über den Zaun auf das Gebäude wirft.
Kurz vor dem Tor schüttet Artjom seinen Vodka aus dem Flachmann und füllt diesen mit der Flüssigkeit aus einer der Phiolen aus M Daris Wohnung.
Wir klopfen an das Eingangstor zum Lagerhausgelände. Nach Sekunden, die sich wie Ewigkeiten anfühlen öffnen sich die Pforten. Wir werden eingelassen! Eine Handvoll Leute stehen auf dem Gelände und beobachten uns genau.
In der Halle haben alle ein rotes Stirnband angelegt. Viele Kisten, Berge von Kisten sind in dem Raum beheimatet. In den Schatten können wir Bewegungen wahrnehmen. Hier muss M Dari wirklich eine kleine Armee zusammengezogen haben.
Die beiden Geiseln sitzen auf Stühlen in der Mitte der Halle, hinter ihnen thront eine Art riesiger Tonne, über und über mit seltsamen Schriftzeichen bedeckt. Sie wirken abwesend, bewusstlos. Willa ist weggetreten und Milli scheint unter Drogen gesetzt worden zu sein. Beide wurden schon gefoltert, ihnen wurde das gleiche grässliche Symbol eingeritzt, das auch Elias´ Stirn zierte. Das Zeichen der blutigen Zunge. Diese Barbaren!
M Dari tritt vor die Geiseln und begrüßt uns mit den hämischen Worten: „Die Party kann endlich beginnen“. Er erwähnt die heutige Neumondnacht und das wir einer Zukunft als Futter für die Geschöpfe der Dunkelheit entgegensehen.
Artjom berichtet vom Einbruch ins M Daris Wohnung und von Gegenständen, die dieser vielleicht wieder haben möchte. M Dari scheint unbeeindruckt, auch Williams Einwurf, die Gegenstände sehen einem Bad im Hudson entgegen, falls der Gruppe etwas geschehen sollte, scheint ihn nicht zu beunruhigen. Er will die Gruppe als Nahrung sehen.
Auf einen Klicklaut aus M Daris Kehle hin hallt ein Schuss laut durch die Halle und vor Artjoms Füßen spritzt ein wenig Beton aus dem Boden.
Danach geht alles sehr schnell, mehrere Schüsse verhindern das Vorrücken der Investigatoren. In der Halle entbrennt ein wilder Schusswechsel. Leute fallen in den Schatten, ein Donblinski-Cocktail erhellt den Raum und setzt mehrere Kultisten in Brand. „Für König Edward“ erschallt und ein Ritualmesser verletzt Artjom schwer.
Wie sollen wir hier wieder herauskommen?
Ein wilder Schusswechsel entbrennt. Artjom übersteht nur aufgrund seiner hervorragenden Physis mehrere Messerstiche. Plötzlich hallt eine dröhnende Stimme durch die Halle: „WELLE DES UNHEILS“! Aus irgendeinem Grund scheint Artjom diese Stimme Panik einzuhauchen. Er dreht postwendend um und versucht zu flüchten.
Die Gegner scheinen kein Ende zu nehmen. Im Gegenteil, sie scheinen immer zahlreicher vor den Abenteurern aufzutauchen. Sind das da Sirenen in der Ferne?
„SCHLÜRFE DAS ELIXIR DER MACHT“! dröhnt es wieder durch die Halle. Ruby hört diese seltsamen Worte und fühlt sich seltsam. Es scheint, dass etwas versucht ihr Innerstes aus ihrem Körper zu ziehen. Was passiert hier nur? Eine Stimme flüstert in ihrem Kopf beängstigende Worte: „Dein Herz schlägt laut, ich höre es, bald wird es still sein“
Eine ohrenbetäubende Explosion erschüttert die Halle und reißt ganze Teile der Wand heraus. Tommy hat Wort gehalten und das Dynamit geworfen.
Wieder hallen die Worte „WELLE DES UNHEILS“ durch die Halle, diesmal aber ohne erkennbare Auswirkungen. Victoria geht nach einem heftigen Treffer mit dem Messer zu Boden. Sie regt sich nicht mehr. Auch Jonathan geht bewusstlos zu Boden. Hans eilt herbei um Beiden zu helfen.
Ein verzweifelter Wurf Williams mit einem Donblinski Cocktail trifft voll und verhindert weitere Beschwörungsformeln von M´Dari.
Die Sirenen werden lauter. Und was ist das? Am an dem Ufer zugewandten Seite tauchen Gestalten auf, die scheinbar gegen die Kultisten kämpfen! Auch im Vorhof sind nun Schüsse zu hören.
„SCHWARZER PHARAO SIEH MICH AN!“ Was? Wo kommt auf einmal der Wind her? Diese drückende, schwere Luft, die das Atmen erschwert? Kisten fliegen durcheinander und stürzen von den Stapeln. Eine davon trifft Ruby und auch sie geht bewusstlos zu Boden.
Artjom taucht zufällig vor M´Dari auf und gewinnt wieder die Kontrolle über seinen Verstand. Ein Messerblitzen und der Feind geht laut und würdelos zu Boden. Seine letzten Worte: „Du wirst der Nächste sein!“ Sind wenig einschüchternd. In einem Anfall von Wahnsinn köpft Artjom M´Dari und nimmt diesen als Siegestrophäe mit.
Ein schlechter Moment dafür. Die Polizei trifft ein und sieht die grausige Trophäe. Artjom droht eine lange Zeit hinter schwedischen Gardinen. Sanitäter kümmern sich um die Verletzten.
Unter den Leichen in der Halle sind leider nicht die Mörder von Elias Jackson. War dieses ganze Leid umsonst? Ltd. Pool hilft das Chaos zu lichten.
In Untersuchungshaft stößt Artjom zufällig auf einen Kultisten und kann diesem mit seinem russischen Charme Details zu den ganzen Vorkommnissen zu entlocken.
Im Keller des Ju-Ju Hauses war ein vielgesichtiges Monster, welches im Brunnen auf Opfer wartete und dafür Macht versprach. Auch der Mörder von Jackson wurde offenbar geopfert nachdem er in Ungnade gefallen war. Der Kultist ist sich sicher, dass nach M´Dari bald ein neuer Führer den Kult leiten wird.
25. Januar 1925
Ruhe. Die Gruppe sehnt sich nach Ruhe. Und genau das tut sie. Die Abenteurer gönnen sich nach dem wilden Ritt eine Ruhepause.
26. Januar 1925
Tommy kommt im Safe House vorbei. Er überbringt die Nachricht, dass Jonas Kensington, der Verleger von Elias, um ein Treffen bittet. Ruby und Hans versuchen Artjom zu besuchen. William und Jonathan fahren zu Elias´Anwalt Ramsey. Dort erkundigen sie sich nach einem guten Anwalt für Artjom und nehmen überschwänglichen Dank für die Rettung seiner Nichte entgegen.
Im Gefängnis stoßen Hans und Ruby zunächst auf verschlossene Türen. Erst Ltd. Pool lässt die Beiden zu Artjom vor. Artjom erzählt, dass die Mörder von Jackson nach Kenia entkommen seien, wider besseren Wissens.
Jacksons Verleger Kensington ist sichtlich nervös, als die Gruppe dort aufschlägt. Er möchte das Ansehen des gemeinsamen Freundes nicht schmälern, deswegen zögert er den Investigatoren einen Brief zu geben. Es scheint, dass dieses Schreiben einen Elias in bereits zerrüttetem Geisteszustand darstellt. Dieses Schreiben bildet später noch die Grundlage für einige Verwirrung in der Gruppe.
Ein Besuch bei Miss Erica Carlye fördert weitere Dokumente zu Tage. Einen großen Vertrauensvorschuss gebend, lässt sie William die Krankenakten ihres verschollenen Bruders einsehen. Die Spuren aller gefundenen Dokumente scheinen aus Amerika hinaus zu führen. Sie führen nach Osten, auf den schwarzen Kontinent Afrika.
Erstmal ist das Ziel London in England …
No responses yet